Garnkonen auf einem Holzgestell beim Vorbereiten der Kette

Weben lernen: So fängst du mit dem Weben an

Martin Bleich

Kurz gesagt

  • Zum Weben anfangen brauchst du nicht viel: einen Webrahmen mit Gatterkamm, glattes Baumwollgarn und eine Schere. Einen guten Webrahmen bekommst du bei uns ab 219 €.
  • Weben heißt: Längs gespannte Kettfäden werden quer vom Schussfaden gekreuzt, immer einmal drüber, einmal drunter.
  • Nimm für den Anfang einen Webrahmen mit 30 bis 50 cm Webbreite, höchstens 60 cm. Breitere Rahmen sind eher etwas für Fortgeschrittene.
  • Für das erste Projekt eignet sich ein Schal oder ein Handtuch in Leinwandbindung. Klein anfangen, schnell ein fertiges Stück in der Hand haben.
  • Du lernst lieber mit Anleitung? Dann hilft dir ein Webkurs vor Ort oder unser Online-Videokurs ab 39 €.

Diesen Artikel gab es in zwei Versionen, beide von 2023. Ich habe sie jetzt zu einem zusammengefasst und neu geschrieben, weil ich aus vielen Beratungsgesprächen inzwischen ziemlich genau weiß, welche Fragen sich Weberinnen und Weber am Anfang stellen.

Hier findest du alles, was du zum Weben lernen brauchst: was Weben eigentlich ist, welche Ausstattung du wirklich brauchst, wie die Grundschritte funktionieren, welches Garn sich eignet und welcher Webrahmen oder Webstuhl zu dir passt.

Was ist Weben?

Beim Weben kreuzt du zwei Fadensysteme rechtwinklig miteinander. Die Kettfäden sind längs im Webrahmen oder Webstuhl gespannt. Der Schussfaden läuft quer dazu, abwechselnd über und unter den Kettfäden hindurch. Die einfachste Bindung, also die Art, wie sich Kette und Schuss kreuzen, ist die Leinwandbindung: ein Faden oben, ein Faden unten, in der nächsten Reihe genau umgekehrt. Damit fängt fast jede und jeder an.

Weben gehört zu den ältesten Handwerkstechniken überhaupt. Die ältesten bekannten Flachsfasern, die Menschen verarbeitet haben, sind rund 30.000 Jahre alt und wurden in einer Höhle in Georgien gefunden. Ob zuerst gesponnen oder zuerst gewebt wurde, ist bis heute nicht geklärt.

Seit einigen Jahren erlebt das Weben übrigens eine echte Renaissance. Warum das so ist, steht in Die Renaissance des Webens.

Zwei Webschiffchen aus Holz auf einer gespannten Kette mit rosa Schussgarn

Längs die Kettfäden, quer der Schuss: zwei Webschiffchen auf einer fertig eingerichteten Kette

Warum Weben ein schönes Hobby ist

  • Es entspannt. Die Bewegungen wiederholen sich, du musst nicht ständig nachdenken, und trotzdem siehst du nach jeder Reihe, wie dein Stück wächst. Viele unserer Kundinnen und Kunden weben abends nach der Arbeit, genau deshalb.
  • Du machst etwas Brauchbares. Am Ende hast du einen Schal, einen Tischläufer oder ein Kissen, das es so kein zweites Mal gibt. Gewebte Stücke sind auch schöne Geschenke.
  • Du kannst gestalten. Farben, Garne, Muster: Schon mit einem einfachen Webrahmen hast du mehr Möglichkeiten, als man auf den ersten Blick denkt.
  • Es geht in jedem Alter. In vielen Kindergärten und Grundschulen wird gewebt, weil es Feinmotorik, Geduld und Konzentration fördert. Bei Erwachsenen ist das nicht anders. Ideen für Kinder findest du in Weben für die ganze Familie.

Was du zum Weben anfangen brauchst

Die Grundausstattung ist überschaubar und passt auf einen Küchentisch. Für den Einstieg brauchst du:

  • einen Webrahmen mit Gatterkamm. Der Gatterkamm hat abwechselnd Schlitze und Löcher. Hebst oder senkst du ihn, öffnet sich das Fach, durch das du den Schuss führst. Danach schlägst du mit demselben Kamm den Schussfaden an. Bei Einsteiger-Webrahmen wie dem Kromski Presto, der Kromski Harfe Forte oder dem Lojan Flex sind Tischklemmen und Schärpflock zum Bespannen schon dabei.
  • Garn. Für die Kette glattes, festes Baumwollgarn, für den Schuss darf es auch Wolle oder etwas mit Struktur sein. Mehr dazu weiter unten.
  • ein Webschiffchen oder eine Webnadel, um den Schussfaden durch das Fach zu führen. Am Anfang reicht eine flache Kromski Webnadel.
  • einen Einziehhaken, auch Blattstecher genannt, um die Kettfäden durch den Gatterkamm zu ziehen.
  • eine Schere und ein Maßband.
Kromski Presto Webrahmen aus Erlenholz für den Einstieg ins Weben

Klein, klappbar und mit allem für den Start: Kromski Presto Webrahmen

Der Kromski Presto ist ein gutes Beispiel für einen Webrahmen, mit dem du sofort loslegen kannst. Es gibt ihn mit 25 oder 40 cm Webbreite, er ist aus europäischem Erlenholz und lässt sich zusammenklappen. Er kostet ab 219 €. Im Lieferumfang sind unter anderem:

  • ein Webblatt 32/10
  • zwei Webschiffchen
  • Blattstecher
  • Befestigungsklammern und Schärhilfe
  • ein Strang handgefärbte Merinowolle
  • eine Anleitung für einen ersten Schal

Was du außer dem Rahmen sonst noch gebrauchen kannst, steht in Notwendiges Zubehör für das Weben mit dem Webrahmen.

So funktioniert Weben: die Grundschritte

Egal ob Webrahmen oder großer Bodenwebstuhl, im Kern läuft das Weben immer gleich ab:

  1. Kette aufziehen: Die Kettfäden werden in der gewünschten Länge und Breite gleichmäßig gespannt. Am Webrahmen nennt man das Bespannen.
  2. Fach öffnen: Ein Teil der Kettfäden wird angehoben, der andere bleibt unten oder wird gesenkt. Dazwischen entsteht das Fach. Am Webrahmen machst du das mit dem Gatterkamm, am Webstuhl mit den Schäften.
  3. Schuss eintragen: Du führst den Schussfaden mit Webnadel oder Schiffchen quer durch das Fach. Lass ihn dabei leicht schräg liegen, nicht stramm gezogen, sonst zieht sich dein Stück an den Rändern zusammen.
  4. Anschlagen: Mit dem Gatterkamm oder der Lade drückst du den Schuss gegen das bereits Gewebte.
  5. Fach wechseln und wiederholen: Jetzt liegen die Kettfäden genau andersherum, du trägst den nächsten Schuss ein. Ist ein Stück gewebt, wickelst du es auf den Warenbaum und webst weiter.
Bespannter Kromski Presto Webrahmen mit angefangenem Gewebe auf einer Kommode

So sieht ein bespannter Webrahmen beim Weben aus: Kromski Presto Webrahmen

Der Teil, vor dem die meisten am meisten Respekt haben, ist Schritt 1. Wie du einen Webrahmen Schritt für Schritt bespannst, zeige ich dir ausführlich in Webrahmen bespannen: Schritt für Schritt. Saubere Ränder sind das zweite große Thema am Anfang, dazu hilft dir Webkante einfach erklärt.

Mein Rat aus der Beratung: die häufigsten Fehler am Anfang

  • Ein zu breiter Webrahmen. Viele wollen gleich 80 cm oder mehr. Das brauchst du am Anfang nicht, so breite Rahmen sind eher etwas für Fortgeschrittene.
    Du schiebst die Webnadel oder das Schiffchen in jeder Reihe von links nach rechts und wieder zurück. Je breiter der Rahmen, desto länger muss die Nadel sein und desto weiter ist der Weg. Und bespannen musst du den breiten Rahmen auch erst einmal.
    Meine Empfehlung: höchstens 60 cm, für den Einstieg am besten 30 bis 50 cm.
  • Zu viel auf einmal. Das erste Projekt ist zu groß, das Garn zu ehrgeizig oder sehr teuer, und es sollen gleich mehrere Muster hinein. Besser: ein einfaches erstes Ergebnis, vielleicht zwei oder drei Farben, ein paar Streifen, und dabei alles einmal ausprobieren.
  • Die Kette ist zu fest gespannt oder schlecht aufgewickelt. Wenn du beim Aufwickeln keine Kettstäbe oder kein Papier zwischen die Lagen legst, drücken sich die Fäden ineinander, und einzelne Fäden hängen später durch.
  • Ein zu flauschiges Garn in der Kette. Als Schuss geht fast alles, als Kette nicht. Flauschige Fäden haften aneinander, und das Fach öffnet sich nicht mehr sauber.

Welches Garn eignet sich für den Anfang?

Zum Weben eignen sich vor allem Garne aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen, Alpaka oder Seide, auch Mischungen. Grundsätzlich kannst du mit fast jedem Garn weben, aber für die Kette gelten strengere Regeln als für den Schuss: Kettgarn muss Spannung und Reibung im Gatterkamm aushalten.

  • Für die Kette: glattes, festes Baumwollgarn. Es lässt sich gut spannen, reißt nicht so schnell und gleitet sauber durch den Kamm. Ein Klassiker ist Maurice Brassard Baumwolle Ne 8/2 in 81 Farben.
  • Für den Schuss: hier darfst du experimentieren. Wolle, dickere Garne, Garne mit Struktur. Wolle in der Kette ist wegen ihrer raueren Oberfläche dagegen etwas anspruchsvoller.
  • In der Kette lieber später: Bouclé und sehr flauschige Garne. Sie verhaken sich leichter im Gatterkamm. Im Schuss machen sie dagegen einen schön weichen Schal.
Maurice Brassard Baumwollgarn Ne 8/2 in Altblau als Kettgarn zum Weben lernen

Glatt und fest, gut für die erste Kette: Maurice Brassard Baumwolle Ne 8/2

Wenn du etwas mehr Struktur möchtest, ist Maurice Brassard Cotton Slub eine gute Wahl, auch für die Kette. Ausführlich geht es um die Garnwahl in Wie wähle ich das richtige Webgarn? Und wie viel Garn du für dein Projekt brauchst, rechnest du mit Wie viel Schussgarn braucht man? aus.

Dein erstes Webprojekt

Fang mit etwas Kleinem an, das du in ein paar Abenden fertig hast. Ein fertiges Stück motiviert mehr als ein halbes großes. Gut geeignet sind:

  • ein Schal in Leinwandbindung
  • ein Tischläufer oder Tischsets
  • Untersetzer zum Üben von Farbwechseln
  • ein kleiner Wandbehang
  • später Kissenhüllen oder eine Tasche, für die du zwei gewebte Stücke zusammennähst

Weitere Ideen findest du in Weben: Was kann man damit alles machen?

Handgewebter Schal in Blau, Beige und Braun mit Fransen

Ein Schal ist ein gutes erstes Projekt, hier ein handgewebtes Stück aus einem Webkurs

Was ich empfehle: Fang mit einem Schal an. Mit einem weichen Garn wird er besonders schön, Bouclé geht, Baumwolle auch.

Oft reicht sogar Sockenwolle, die du ohnehin zuhause hast, wenn du am Anfang noch kein teures Garn verweben willst. Wichtig ist nur, dass das Kettgarn nicht reißt. Die meisten spannen ihre erste Kette nämlich sehr fest.

Alternativ ist ein Handtuch ein gutes erstes Projekt. Dann nimmst du Baumwolle wie Maurice Brassard Ne 8/2 oder die etwas kräftigere Ne 8/4, Cotton Slub oder Cottolin.

Cottolin ist etwas schwieriger, weil es überhaupt keine Elastizität hat. Baumwolle hat zwar auch kaum welche, aber etwas mehr, man hat zumindest das Gefühl, dass sie ein bisschen nachgibt. Das macht den Anfang leichter.

Webrahmen, Tischwebstuhl oder Bodenwebstuhl?

Es gibt nicht den einen richtigen Webstuhl für alle. Welcher zu dir passt, hängt davon ab, was du weben willst, wie viel Platz du hast und wie viel du ausgeben möchtest. Grob gibt es diese Arten:

Webrahmen mit Gatterkamm

Der einfachste Einstieg. Ein Webrahmen ist kompakt, schnell bespannt und verschwindet nach dem Weben im Schrank. Er hat keine Schäfte, du webst also vor allem Leinwandbindung. Mit Aufnehmstäben und einem zweiten Gatterkamm geht aber mehr, als viele denken.

Gut für Schals, Tücher, Tischläufer und Wandbehänge. Grenzen gibt es bei der Breite und bei aufwendigeren Mustern wie Köper.

Kromski Harfe Forte Gatterkamm-Webrahmen in verschiedenen Webbreiten

Von 20 bis 80 cm Webbreite: Kromski Harfe Forte Webrahmen

Welche Webrahmen sich für Erwachsene bewährt haben, vergleiche ich in Webrahmen im Vergleich. Wozu ein zweiter Gatterkamm gut ist, steht in Gatterkamm-Webrahmen: Wozu zwei Gatterkämme?

Tischwebstuhl mit Schäften

Ein Tischwebstuhl hat Schäfte, meist 4 oder 8. Damit webst du Köper und viele klassische Bindungen. Die Schäfte wechselst du mit der Hand.

Der Lojan Flex Tischwebstuhl startet mit 4 Schäften ab 430 € und lässt sich auf 8 Schäfte erweitern. Der Louet Jane hat 8 oder 16 Schäfte und kostet ab 1.093 €. Beide lassen sich zusammenklappen.

Bodenwebstuhl

Am Bodenwebstuhl bewegst du die Schäfte mit den Füßen über Tritte. Du hast beide Hände für Schiffchen und Lade frei und kommst deutlich schneller voran, gerade bei langen Ketten. Dafür braucht er einen festen Platz im Raum. Bodenwebstühle unterscheiden sich vor allem darin, wie das Fach entsteht:

  • Jack: Die getretenen Schäfte werden gehoben, die anderen bleiben unten. Einfach anzuschnüren und für den Einstieg gut zu verstehen.
  • Rollenzug: Die Schäfte hängen paarweise über Rollen. Geht einer nach unten, geht der andere nach oben. Sehr gut für Leinwandbindung und ausgewogene Bindungen.
  • Kontermarsch: Jeder Schaft wird aktiv entweder gehoben oder gesenkt. Das Anschnüren ist etwas aufwendiger, dafür bekommst du ein sauberes, gleichmäßiges Fach, auch bei vielen Schäften.
Louet David 3 Bodenwebstuhl mit 8 Schäften

Kompakter Bodenwebstuhl mit 8 Schäften: Louet David 3

Welche Tisch- und Bodenwebstühle ich in der Beratung am häufigsten empfehle, mit Maßen und Preisen, steht in Die 5 besten Webstühle für Erwachsene.

Bandweben und Brettchenweben

Für schmale Bänder, Borten und Gurte gibt es eigene Geräte. Beim Bandweben auf einem Bändchenwebrahmen (Inkle Loom) webst du lange, feste Bänder. Beim Brettchenweben drehst du kleine Karten mit Löchern, durch die die Kettfäden laufen, und bekommst so sehr detaillierte Muster.

Beides braucht wenig Platz und wenig Garn. Der Lojan Inkle Loom kann beides und kostet ab 79 €.

Lojan Inkle Loom mit Kette beim Bandweben in der Hängematte

Bandweben geht auch ganz entspannt: Lojan Inkle Loom

Welcher Webstuhl passt zu dir?

Bevor du kaufst, beantworte dir diese Fragen:

  • Was willst du weben? Schals und Tücher gehen wunderbar auf dem Webrahmen. Für Köper und Muster brauchst du Schäfte, für Decken und breite Stoffe auch Webbreite.
  • Wie viel Platz hast du? Ein Webrahmen passt in den Schrank. Ein Bodenwebstuhl steht dauerhaft im Raum und braucht auch daneben und dahinter Platz zum Einrichten.
  • Wie viel willst du ausgeben? Webrahmen bekommst du bei uns ab 219 €, einen Tischwebstuhl mit 4 Schäften ab 430 €. Rechne Garn und etwas Zubehör gleich mit ein.
  • Neu oder gebraucht? Ein guter Webstuhl hält Jahrzehnte und wird oft weitervererbt. Bei alten Webstühlen, die lange feucht gelagert wurden, solltest du aber vorsichtig sein. Worauf du achten musst, steht in Webstuhl kaufen: Neu oder gebraucht?

Wenn du noch unsicher bist, fang lieber mit einem guten Webrahmen an. Den nutzt du auch später noch, wenn längst ein Webstuhl dazugekommen ist. Auf unserer Seite Welcher Webstuhl passt zu mir? gehen wir die wichtigsten Fragen der Reihe nach durch.

Was ich in der Beratung empfehle: Für den Anfang einen Kromski Presto, eine Kromski Harfe Forte oder den Louet Erica, einen kleinen Tischwebstuhl mit 2 Schäften in 30 oder 50 cm Webbreite, ab 405 €.

Alle drei sind einfach aufzubauen und leicht zu bespannen. Nimm 30, 40 oder 50 cm Webbreite. Einen sehr breiten Rahmen musst du erst einmal komplett bespannen, und das dauert lange.

Mit einem kleinen hast du viel schneller ein fertiges Stück in der Hand, und die meisten kaufen sich später ohnehin einen zweiten Webstuhl dazu.

Wenn es gleich ein Tisch- oder Bodenwebstuhl mit Schäften sein soll, starte mit 4 Schäften in der mittleren Preisklasse.

Louet Erica Tischwebstuhl mit 2 Schäften auf dem Ständer mit eingerichteter Kette

Kleiner Tischwebstuhl mit 2 Schäften: Louet Erica

Und wenn du lieber alles in einem Paket möchtest: Unser Kreatives Beginner-Set mit dem Glimåkra Emilia Webrahmen enthält alles für das erste Projekt und kostet ab 529 €.

Weben lernen: allein, mit Video oder im Kurs?

Weben kannst du dir mit einer guten Anleitung selbst beibringen. Viele lernen aber schneller, wenn ihnen jemand die Handgriffe zeigt. Du hast drei Wege:

Online-Videokurs: Weben auf dem Gatterkamm lernen ohne Vorkenntnisse

Weben lernen von zuhause: Online-Videokurs Weben auf dem Gatterkamm

Was für dich besser passt, Online-Kurs oder Kurs vor Ort, vergleiche ich in Weben lernen: Online-Kurs oder Webkurs in Person?

Häufige Fragen

Kann man Weben selbst lernen?
Ja. Mit einem Webrahmen, einer guten Anleitung und etwas Geduld schaffst du dein erstes Stück auch ohne Kurs. Ein Video oder ein Kurs vor Ort macht den Anfang aber leichter, vor allem beim Bespannen.

Was brauche ich, um mit dem Weben anzufangen?
Einen Webrahmen mit Gatterkamm, glattes Baumwollgarn für die Kette, Garn für den Schuss, eine Webnadel oder ein Schiffchen, einen Einziehhaken und eine Schere. Bei vielen Einsteiger-Webrahmen ist das meiste davon schon dabei.

Was kostet der Einstieg ins Weben?
Ein Webrahmen kostet bei uns ab 219 €, Garn für ein erstes Projekt kommt dazu. Einen kleinen Tischwebstuhl mit 2 Schäften gibt es ab 405 €, mit 4 Schäften ab 430 €.

Webrahmen oder Webstuhl für den Anfang?
Für die meisten ist ein Webrahmen der bessere Start. Er ist günstiger, braucht wenig Platz, und du merkst schnell, ob dir das Weben Spaß macht. Wenn du schon weißt, dass du Muster weben willst, ist ein Tischwebstuhl mit 4 Schäften eine gute Alternative.

Welches Garn ist für Anfängerinnen und Anfänger am besten?
Für die Kette glattes, festes Baumwollgarn wie Maurice Brassard Ne 8/2. Im Schuss kannst du freier wählen, dort macht auch Bouclé einen schön weichen Schal. Wichtig ist vor allem, dass das Kettgarn nicht reißt.

Wie breit sollte mein erster Webrahmen sein?
30 bis 50 cm, höchstens 60 cm. Ein schmalerer Rahmen ist schneller bespannt, und du musst Webnadel oder Schiffchen nicht so weit durch jede Reihe schieben.

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